Der erste Job den ich gefunden habe, inzwischen war ich verheiratet, der erste Job den ich gefunden habe war im Südbahnhotel. Ein Direktor M. war der Chef der österreichischen Hoteliervereinigung. Ja, Hotelsekretär. „Aber eines sage ich Ihnen gleich, Ihre Frau können Sie nicht mitbringen. Sie haben ein Zimmer mit dem H., Hotelsekretär.“ Zu dem Hotel gehört auch eine Landwirtschaft. Und also was die Vorstellung von dem Herrn M. war, was der Hotelsekretär machen sollte, war Sekretariatsarbeiten, es gab keine Sekretärin. Mit der Maschine habe ich geschrieben. Ja, schon im Zehnfingersystem. Die Landwirtschaft, da ist auch ein bisschen Schriftverkehr, und so weiter. Und beim Mittagsservice vertreten sie die Restaurantkassiererin, und beim Abendservice auch wieder. Ein 14 bis 16 Stunden Tag. Ich sitze am Semmering, meine Frau ist in Wien, Gehalt war nicht berühmt, und das, keine Aussicht. Ich war, ich schätze 14 Tage war ich dort. Und habe einem Schulkollegen aus der Hotelfachschule ein Telegramm geschickt. Nein, angerufen, angerufen. Und habe ihm gesagt, du, schick mir ein Telegramm mit dem Text: „Vater schwer krank, kommen Sie sofort.“ Habe ihm die Umstände erklärt, ich will dort weg. Aber der lässt mich nicht weg. Der hat mir klar und deutlich zu verstehen gegeben, wenn Sie bei mir weggehen, kriegen Sie in ganz Österreich in keinem Hotel mehr einen Job. Ich bekam das Telegramm, bin zum Herrn M. gegangen, sagt der M.: „Ja, wenn Sie den vier Uhr Zug nehmen, können Sie zum Abendservice wieder da sein.“ Und der H. hat aufgetragen, dass ich einen Koffer mitnehme. So wahr ich hier sitze. Ich bin mit dem vier Uhr Zug nach Wien gefahren, zu meinem Freund, dem Bogdan L., lebt noch. Und hab gesagt: „Du, da hast eine einfache Fahrkarte, auf den Semmering, fahr da hinauf, und besorg meinen Koffer, aber du brauchst keine Rückfahrkarte, weil der lässt dich nicht weggehen.“ Genauso ist das geschehen, der Bogdan L. fuhr hinauf, wurde Hotelsekretär, hat mir meinen Koffer geschickt, und ich hab einen Job gefunden beim Herrn N. beim alten N. im Hotel Erzherzog Rainer als, ich wurde angestellt als Zimmerkellner. Habe aber nie ein Frühstück oder irgendetwas serviert, sondern ich hatte das Journal. Damals gab es noch keine Buchungsmaschinen, sondern ein händisches Hoteljournal. Aber, Zimmerkellner war ein Thron, Journalführer war voll entlohnt zu Kosten des Arbeitgebers. Ich bin dort eine Woche, kommt der Herr M. zum Leo N., sagt: „Du Leo, schmeiß ihn hinaus, der hat mich verlassen.“ Und der Leo N., muss ich ihm hoch anrechnen, der Vater von N., hat schon damals falsche Zähne gehabt, gab immer so Zischlaute von sich: „Bei mir hat er noch nichts angestellt.“ Ich hab den Job behalten. Aber war natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei. Und was man so herum schaut, welche Jobangebote gibt es, uninteressant.

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