“Haben Sie das Telex geschickt?“ „Ja.“ „Ist das mit dem Betriebsrat abgesprochen?“ Nein. Den habe ich vorher gefragt, ihren ersten Betriebsrat. „Wer hat für das Telex bezahlt? Wollen Sie mir sagen, Sie haben das auf Kosten des Hauses verschickt? Freihändig ohne Betriebsratsbeschluss? Das ist Ihre Privatangelegenheit. Machen Sie folgendes: Gehen Sie hinauf zur Kassa. Was kostet das Telex nach Bonn? Drei Mark 50. Und bringen Sie mir den Beleg.“ Sie kam zurück mit dem Beleg. „Und jetzt sind Sie fristlos entlassen.“ Eine Stunde später war schon der Anruf von der Gewerkschaft. Das kann man nicht machen, Betriebsrat und hin und her. Ich mache Ihnen einen Vorschlag: „Wir reden morgen darüber, heute ist es schon, ich weiß nicht, zehn Uhr nachts.“ Dann kommen zwei Mann von der Gewerkschaft. Ich habe die Dokumentation, da ist das Telex, da ist die Zahlungsbestätigung, damit hat das Mädchen eingestanden, dass sie – Ich habe ein Statement vom Betriebsrat des Hotels, dass das nicht ein Betriebsratsbeschluss war, das ist ein Entlassungsgrund, meine Herren. Ja, das kann man nicht machen und hin und her und vor und zurück. Könnte man nicht, das war eine gesteuerte Angelegenheit, das arme Mädchen wurde benützt, nicht fristlos. Dann sage ich, die kann doch nicht mehr am Telefon am Telex bei mir arbeiten. Ja, versetzen Sie sie irgendwo hin. Also, machen wir. Sie kann zum Kartoffelschälen in die Küche. Sie ist noch weniger als eine Woche geblieben und dann von alleine gegangen. Causa finita.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.