Ich erinnere mich an die erste Dollarschwäche. Wir waren als Tochter der PanAm natürlich 100 Prozent oder zu einem sehr hohen Prozentsatz auf amerikanische Gäste, und dort eher, was man heute als Massentourismus bezeichnet, Incentive-Gruppen, Firmenveranstaltungen und so weiter. Und jetzt bricht der Dollar ein und unser Geschäft. Das erste Problem, das im Zuge einer Analyse erkannt wurde, wir haben uns um den naheliegenden Markt zu wenig gekümmert. Das Gute war so einfach, aus Amerika, die kommen, die PanAm bringt sie, und da müssten wir uns halt mit anderen Bereichen auseinander setzen. Und in der Auseinandersetzung haben wir, auf Grund dieser Analyse, Italien entdeckt. Blick vor der Haustür, die Italiener reisen, wir haben uns den Fremdenverkehrsdirektor der Österreichwerbung geholt, und haben ihn gefragt, was brauchen die, wie geht das mit den Italienern. Wo müssten wir unser Angebot irgendwie hinbringen. Und er hat uns fantastische Hinweise gegeben, die von uns relativ schnell umgesetzt wurden, also erstens, Sie brauchen einen Verkäufer, der Italienisch kann, ganz logisch. Zweitens und ich spreche jetzt von den siebziger Jahren: In Italien ist Reichtum und der Ausdruck von Reichtum, eine Frau mit Pelzmantel, ein Problem. Da können die Kinder entführt werden, oder was immer, das Haus wird ausgeraubt, das heißt, die Italienerinnen haben den Pelz innen getragen. Bringen Sie den Gedanken in die Werbung hinein. Wir haben eine Werbung geschaltet in Italien: In Wien ist es so kalt, dass Sie einen Pelzmantel brauchen, und Sie können sicher sein, dass die Kinder nicht entführt werden. Brutal, aber es hat gewirkt.

 

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