Ein gewisses Maß an Eifersüchtelei, das haben wir heute schon einmal angesprochen, das Wunschdenken nach „Mein Königreich“, ich habe kleine Königreiche immer zerschlagen. Wo ich das Gefühl hatte, da entsteht so ein Königreich, das muss sofort eliminiert werden. Das darf nicht sein. Nur ein Miteinander, und wenn Sie Hilfe brauchen, dann kommt der von nebenan. Wenn die Hausdame ein Problem hat, nebenan ist die Wäscherei, der Wäschereileiter geht zur Hausdame, oder wenn die einen Engpass haben in der Wäscherei, dann springen die Hausdamen ein und helfen einander. Bei manchen Persönlichkeiten oder bei manchen Positionen ist das schwierig, also Technik und Küche sind meistens nicht grün. Weil für den Küchenchef funktioniert die Technik nicht und für die Techniker ist das Essen sowieso zum Wegschmeißen. Das ist die Grundeinstellung in jedem Hotel. Das wird man auch nicht so einfach wegbringen. Das kann man auf gesellschaftlicher Ebene besänftigen. Neben der großen Weihnachtsfeier gab es eine kleinere, intimere Weihnachtsfeier der Abteilungsleiter und Gattinnen bei mir in der Wohnung. Und da kann man die Frauen kennen lernen und wie funktioniert das und die reden miteinander und wer kann mit wem. Und mitunter kann die Frau vom Küchenchef mit der Frau vom Techniker gut. Ganz woanders wird das Problem plötzlich gemildert, wegbringen tun Sie´s nicht wirklich. Aber da gehört natürlich dazu, dass man die gesamte Mannschaft einschließlich Familie eben wie eine Familie ansieht. Und auch in einer Familie gibt’s zwischen Vätern und Tanten und Onkeln Reibungsflächen – ein vernünftiger Sippenvater wird solche Reibereien missachten oder mildern.

 

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.