Ich bekenne mich schuldig. Wenn Sie wollen. Das war nicht besonders ausgeprägt. Eigentlich im Sinne von Ausbeutung, Selbstausbeutung, als professionelles Zeitmanagement. Einfach aus der Situation, ein Hotel funktioniert 24 Stunden. Und wenn Sie verantwortlich sind, dann müssen Sie 24 Stunden funktionieren. Natürlich, Sie müssen irgendwann einmal schlafen und Sie haben eine Familie, ein Privatleben und irgendwann einmal müssen Sie ins Kino oder ins Theater gehen, aber es lässt sich über weite Strecken einrichten. Bei manchen Dingen kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Also man kann bei bestimmten Veranstaltungen die Frau mitnehmen, dort muss ich präsent sein, aber gleichzeitig ist das auch – und manche Leute glauben das ja auch. Was der für ein wunderbares Leben hat, der geht im Monat auf fünf Bälle. Ich gehe nie mehr auf Bälle, weil um 21 Uhr dort zu sein und um vier Uhr früh zu Hause zu sein und um sechs wieder im Büro zu sein ist nicht unbedingt ein Vergnügen. Noch dazu, wo bei dem Ball etwas passieren kann, wo man dann als Hauptverantwortlicher an die Kandare genommen wird oder einschreiten soll oder was immer. Aber man kann die paar Stunden, die dann dazwischen liegen, wo nichts Dramatisches passiert, kann man positiv erleben. Und das kann man managen. Aber so den Tag einteilen, dass ich nur maximal neun Stunden arbeite, kann ich nicht. Habe ich nie gekonnt.

 

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