Der Begriff Conflict of Interest. Bei Intercontinental war es zu meiner Zeit üblich, dass man jedes Jahr in einer Führungsposition, also nicht nur der General Manager, sondern die meisten Führungspositionen mussten einmal im Jahr – der General Manager ausführlicher, das waren vier bis fünf Seiten, für die anderen war das nur ein Blatt Papier – zu einem Notar gehen, im jeweiligen Land, und diesen Fragebogen vor dem Notar ausfüllen und unterschreiben. Und da war der Begriff Conflict of Interest genau deklariert – was ist ein Conflict of Interest? Also zum Beispiel: Sie haben eine Tante, die hat eine Fischhandlung und das Hotel kauft Fische von dieser Fischhandlung. Das ist ein Conflict of Interest. Oder: Sie haben einen Onkel, der hat ein anderes Hotel und das Hotel schickt dort Reservierungen hin. Das ist ein Conflict of Interest. Und so weiter. Mit einiger Intelligenz können Sie sich alle Variationen ausmalen. Nun hat die Firma, Intercontinental, erklärt, natürlich gibt es Interessenskonfliktsituationen, in die jemand unverschuldet geraten kann. Dann erklären Sie das. Dann nimmt das die Firma zur Kenntnis oder die Firma schreibt Ihnen vor, was Sie machen sollten. Aber wenn die Firma das zur Kenntnis genommen hat, dann ist das so wie ein Schutzschild – sie werden nicht mehr erpressbar sein, da kann keiner kommen und sagen: „Der hat eine Tante, die hat eine Fischhandlung.“

 

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